Haltungskennzeichnung jetzt!

Für Transparenz und für den Wandel hin zu einer wertschätzenden Form der Tierhaltung

Kampagne: Haltungskennzeichnung jetzt! / #HaltungskennzeichnungJetzt

Ziel: PROVIEH fordert die Einführung einer flächendeckenden gesetzlich verpflichtenden Haltungskennzeichnung für alle Tierarten und alle tierischen Produkte! 

Momentum 2022: Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart, 2022 die gesetzliche Tierhaltungskennzeichnung einzuführen. Die Pläne zur gesetzlich verpflichtenden Haltungskennzeichnung müssen nun ambitioniert umgesetzt werden. Mit ihrer genauen Ausgestaltung werden die Weichen für eine zukünftige Tierhaltung gestellt. 

Was bedeutet “Haltungskennzeichnung”? Haltungskennzeichnung bedeutet, dass die Bedingungen, unter denen landwirtschaftlich genutzte Tiere leben, transportiert und geschlachtet werden, auf einen Blick sichtbar gemacht werden. Eine gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung würde für alle Tierarten und tierischen Produkte deutschlandweit einheitlich sein und dem heutigen Label-Dschungel Einhalt gebieten. Die gesetzliche Haltungskennzeichnung muss für alle tierischen Produkte sowie für den Einzelhandel, für Großverbraucher sowie für den gesamten Außer-Haus-Verzehr gelten, damit sich Menschen überall entscheiden können, welche Form der Tierhaltung sie unterstützen und honorieren möchten. 

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Was wollen wir?  

Wir wollen Transparenz und eine verlässliche Grundlage, mit der sich Menschen wie Unternehmen für eine bessere Tierhaltung einsetzen können. Dem Label-Dschungel wie auch vermeintlichen „Tierwohl“-Labeln wird durch die gesetzliche, glaubwürdige Haltungskennzeichnung Einhalt geboten. Außerdem sehen wir in der Haltungskennzeichnung das Instrument für den Umbau der Tierhaltung hin zu einer nachhaltigen und artgemäßen “Nutz”tierhaltung. Die höheren Haltungsstufen mit großzügigen Ställen und Auslauf müssen ausgebaut und im Umbau finanziell wie genehmigungsrechtlich unterstützt werden. Hierfür legt PROVIEH ein detailliertes und wegweisendes Konzept vor – die Bundesregierung braucht es nur noch umzusetzen.  

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Erreichen wir hiermit Tierschutz? 

Mit einer gut umgesetzten gesetzlichen Haltungskennzeichnung kann die Breite der Nutztierhaltung verbessert werden: indirekt und direkt. 

Die Haltungskennzeichnung ist zunächst ein indirekter Beitrag für den Ausbau besserer Tierhaltungsverfahren. So können sich die Verbraucher:innen und die Ernährungsbranche über die höheren Stufen einfacher für bessere Tierhaltungsverfahren einsetzen. Möchte eine Tierhalterin, ein Wurstwarenhersteller, ein Restaurant, ein Hotel oder eine Supermarktkette in bessere Tierhaltung einsteigen, bietet die Haltungskennzeichnung endlich eine verlässliche Grundlage. 

Zeitgleich kann die Haltungskennzeichnung als direktes Instrument für den dringend notwenigen Umbau der Tierhaltung genutzt werden: der gesetzliche Mindeststandard muss angehoben werden. Zeitgleich müssen sehr gute Haltungsverfahren ausgebaut werden. Beide Standards finden sich in der Haltungskennzeichnung wieder. Dadurch kann die Haltungskennzeichnung als wegweisendes Instrument für den Umbau der Tierhaltung genutzt werden: gesetzlichen Mindeststandard stufenweise anheben und höchste Haltungsstufen – Auslauf- und Freilandhaltung – ausbauen. 

PROVIEHs Konzept der gesetzlich verpflichtenden Haltungskennzeichnung 

  • Glaubwürdige Orientierungshilfe für bessere Tierhaltung 
  • Anreiz für dem Umstieg auf tierfreundlichere Haltungsformen 
  • Die höchste Stufe entspricht PROVIEHs Vision der tierschonenden Freilandhaltung 
  • Kriterien für die Haltung, die Zucht und das Monitoring der Tiere sowie für Transport und Schlachtung für den gesamten Lebenszyklus! 
  • Flächendeckend für alle Verzehrwege & für alle tierischen Produkte verpflichtend 
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PROVIEHs gesetzliche Haltungskennzeichnung für die Tierart Schwein

Die vier Stufen in PROVIEHs Haltungskennzeichnung sind wie folgt ausgestaltet: 

Stufe 0 ist der neue Mindeststandard geschlossener Stallhaltung. Die Einstiegsstufe ist in der gesetzlichen Kennzeichnung der gesetzliche Mindeststandard. Diesen hebt PROVIEH mit solchen Minimalkriterien an, die für den Tierschutz am bedeutungsvollsten sind und bereits heute von dem Großteil der Betriebe umgesetzt sind. 10 Prozent mehr Platz, Beschäftigung sowie konkurrenzfreie Futter- und Tränkestellen sind somit das neue Mindestniveau einer zulässigen Haltung. Hierdurch erschließt diese Stufe mit sofortiger Wirkung für alle Tiere in Deutschland eine bessere Form der Haltung. (Diese Stufe entspricht der Initiative Tierwohl beziehungsweise der Stufe 1 der Haltungsform des Lebensmitteleinzelhandels) 

Stufe 1 ist die Außenklimahaltung mit 40 Prozent mehr Platz, Einstreu und Struktur. Frische Luft und Tageslicht im großzügigeren Offenfrontstall und Kontrollen in Haltung, Transport und Schlachtung zeichnen diese Stufe aus. Sie entspricht aus Sicht von PROVIEH dem Mindestniveau einer tiergerechten Haltung. (Diese Stufe entspricht der Einstiegsstufe des Tierschutzlabels und der Stufe 2 der Haltungsform des Lebensmitteleinzelhandels). 

Stufe 2 ist die Auslaufhaltung: Hier haben die Tiere im Stall doppelt so viel Platz und getrennte Funktionsbereiche zum Fressen, Liegen und Koten. Flächendeckende Einstreu und ein großzügiger Auslauf sowie schonendere Transport- und Schlachtformen erschließen für die Tiere eine deutlich bessere Lebensrealität. Transporte dürfen maximal 4 Stunden dauern und leidvolle Betäubungsmethoden wie zum Beispiel mit CO2 sind verboten. Diese Haltung entspricht der EU-Bio-Richtlinie sowie der Premiumstufe des Tierschutzlabels und Neuland (Stufe 3 der Haltungsform des Lebensmitteleinzelhandels) 

Stufe 3 ist der langfristig anzustrebende Goldstandard artgemäßer Tierhaltung. Die Haltung zeichnet sich durch eine Freilandhaltung mit sehr viel Platz, Struktur und Beschäftigung aus. Die Zucht muss auf das Tierwohl ausgerichtet sein, problematische Hochleistungszuchtlinien sind verboten. Transporte werden weitgehend vermieden und die mobile Schlachtung wird angestrebt. Bis dies möglich ist, ist eine hofnahe Schlachtung vorgeschrieben.

Hier finden Sie die detaillierte Tabelle zur Haltungskennzeichnung für die Tierart Schwein:

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Was muss geschehen?

Sauen in Freilandhaltung. Foto: © freeanimalpix

Wir brauchen eine flächendeckende Kennzeichnung für alle Produkte und für das gesamte Tierleben

  • schnellstmöglich 
  • für alle Tierarten 
  • flächendeckend 
  • für alle tierischen Produkte 
  • im Sinne des Tierwohls! 

Schnellstmöglich 

Die Konzepte und wissenschaftlichen Empfehlungen zur Umsetzung der gesetzlichen Haltungskennzeichnung liegen (schon lange) auf dem Tisch und müssen jetzt endlich zügig umgesetzt werden. Bereits die letzten zwei Regierungen hatten unter Christian Schmidt und Julia Klöckner das Ziel, eine freiwillige staatliche Haltungskennzeichnung einzuführen – nichts ist jedoch umgesetzt worden. Jetzt heißt es Butter bei die Fische! Mit jedem Jahr wird der Umbau der Tierhaltung verzögert, die Tiere müssen unter den schlechten Haltungsbedingungen leiden und Verbraucher wie Tierhalter haben nicht die Möglichkeit, sich über eine transparente Kennzeichnung für eine bessere Tierhaltung einzusetzen. 

Für alle Tierarten – für den gesamten Lebenszyklus 

Die Haltungskennzeichnung muss so schnell wie möglich für alle relevanten Tierarten eingeführt werden und das gesamte Leben des Tieres umfassen. Aktuell wird nur von einer Kennzeichnung von Schweinefleisch gesprochen. Aber auch Hähnchen, Puten, Gänse, Enten sowie Rinder und Milchkühe müssen in die Kennzeichnungspflicht aufgenommen werden, damit tierungerechte Haltungsverfahren ausgelistet und wertschätzende Haltungsformen endlich ausgebaut werden. Zeitgleich muss das Kennzeichen das gesamte Leben des Tieres umfassen: das Fleisch, das vom Schwein, Rind oder Masthuhn gekennzeichnet wird, muss auch die Haltungsform des Ferkels, des Kalbes oder des Kükens berücksichtigen.  

Flächendeckend 

Für den Erfolg der Haltungskennzeichnung ist es entscheidend, dass sie für alle Vermarktungswege eingeführt wird. Unzureichend und zugleich unfair wäre es, die Kennzeichnungspflicht nur für den Lebensmitteleinzelhandel einzuführen. Menschen muss es ebenso im Außerhaus-Verzehr möglich sein, sich über die Haltungsform der hinter den tierischen Produkten stehenden Tieren zu informieren, insbesondere aufgrund des steigenden Anteils von Mahlzeiten aus dem Restaurant oder Imbiss, aus der Kantine, der Mensa oder dem Hotel. 

Für alle tierischen Produkte 

Die Haltungskennzeichnung muss für alle tierischen Produkte eingeführt werden, die Menschen verzehren. Das Schnitzel muss genauso wie das Zwiebelmett, die Salami-Pizza, das Cordon-Bleu und auch die Sahne oder der Parmesan unter die Kennzeichnungspflicht fallen und Verbraucher:innen eine informierte Kaufentscheidung ermöglichen. 

Ausgestaltung der Stufen im Sinne der Tiere! 

PROVIEHs Hauptanliegen in der Umsetzung der Haltungskennzeichnung ist die bestmögliche Ausgestaltung im Sinne der Tiere. Das heißt, die einzelnen Stufen anhand starker Kriterien aufzustellen, die das Wohlergehen der Tiere nachweislich steigern und anhand derer sich Verbraucher:innen glaubwürdig orientieren können. 

Die genaue Ausgestaltung finden Sie in PROVIEHs Konzept zur Haltungskennzeichnung

Gesetzliche Haltungskennzeichnung – das Instrument für den Umbau der Tierhaltung. Die Stufen der Haltungskennzeichnung zeigen den zeitlichen Pfad für den Umbau der Tierhaltung auf. So muss der gesetzliche Mindeststandard stufenweise angehoben und die tiergerechte Haltung in den Stufen 2 und 3 ausgebaut werden.

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Drei Säulen für den Umbau der Tierhaltung in Deutschland

Lebte das Tier auf Spaltenböden, auf Stroh oder durfte es sogar raus auf die Weide?
  1. Säule: Verbindlicher Zeitplan für die flächendeckende Haltungskennzeichnung 

Für den Erfolg der Haltungskennzeichnung ist die flächendeckende Einführung für alle tierischen Produkte entscheidend. Denn nur so können sich Verbraucher:innen über alle Verzehrwege von tierischen Produkten für eine gute Haltung einsetzen. Und nur dann wird die Tierhaltung insgesamt von der Kennzeichnung profitieren. Aufgrund der logistischen Komplexität ist diese vollständige Einführung nicht sofort umsetzbar. Diese muss jedoch sofort in verbindlichen Schritten festgelegt werden. 

In einem ersten Schritt sollte die Haltungskennzeichnung im Einzelhandel für Frischfleisch und Wurstwaren eingeführt werden. Im zweiten Schritt muss die Kennzeichnung für die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung, das heißt für Kantinen und Mensen sowie Kita- und Schulverpflegung, verpflichtend werden. Dieser Schritt muss auch die Kennzeichnung verarbeiteter Produkte einschließen. Hierauf aufbauend sollte die Kennzeichnung im Großhandel eingeführt werden und damit gleichzeitig für die gesamte Gastronomie und Außer-Haus-Verpflegung gelten.  

  1. Säule: Finanzielle Förderung für den Umbau der Tierhaltung  

Der Aus- und Umbau hin zu tiergerechten Haltungsverfahren ist nicht allein über den Markt zu realisieren, sondern bedarf als gesamtgesellschaftliche Aufgabe politischer Unterstützung. Diese sollte durch finanzielle Förderung und die Privilegierung von Tierwohl in Baugenehmigungsprozessen erfolgen. 

Um die Finanzierung gegenüber der Gesellschaft und dem Fiskus zu begründen, muss das geförderte Zielbild von Haltung nachweislich tiergerecht sein. Daher sollten nur die Stufen 2 und 3 im PROVIEH Modell, das heißt die großzügigen Auslauf- und Freilandhaltungen finanziell im Ausbau gefördert werden. Stufe 1 als Stallhaltung mit Außenklimareizen darf/sollte nur im Rahmen der erhöhten Mehrkosten finanziell unterstützt werden. Entscheidend ist, dass die Finanzierung über Verträge zwischen Bund und Betrieben verlässlich und zugleich im Zeitverlauf degressiv ist. Betriebe, die zuerst den Umbau wagen, sollten stärker gefördert werden als solche, die bis zuletzt warten. 

  1. Säule: Mit Ordnungsrecht Umbau flächendeckend umsetzen 

Zeitgleich muss der gesetzliche Mindeststandard in zwei Schritten angehoben werden, um den Umbau der Tierhaltung flächendeckend umzusetzen. Mit den Minimalkriterien der Stufe 0 gelten sofort Minimalanforderungen, die vom Großteil der Betriebe ohnehin bereits praktiziert werden und welche ohne Umbaumaßnahmen umsetzbar sind. Spätestens 2030 sollte sodann Stufe 1 – die Stallhaltung mit Außenklimareizen – zum Mindeststandard erhoben werden. Denn erst ab dieser Stufe ist das Ausleben wesentlicher Verhaltensweisen ansatzweise möglich.  

PROVIEHs Haltungskennzeichnung bietet eine glaubwürdige Orientierungshilfe, generiert Zahlungsbereitschaft im Markt und schafft Anreize für den Umstieg auf tierfreundlichere Haltungssysteme. Damit stellt sie die erforderlichen Weichen für den Umbau der Tierhaltung und läutet gemeinsam mit förderpolitischen Maßnahmen und Ordnungsrecht die Transformation des Sektors. 

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Was bisher geschah: 

Schweine im Stroh
Welche Tiere wurden auf Stroh gehalten? Durch eine gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung würden wir es schnell erfahren.
Foto:© kadmy/stock-adobe.com


PROVIEH kämpft seit Jahren für die gesetzliche Haltungskennzeichnung – mit Erfolg! 

14.01.2022: Haltungsform Milch: Stufen könnten niedriger nicht sein

Pressemitteilung/ Der Lebensmitteleinzelhandel führt das Label Haltungsform nach Schweine-, Puten- und Hähnchenfleisch auch für Milch ein und listet niedrige Haltungsstufen prompt aus. PROVIEH begrüßt diesen Schritt grundsätzlich, zeigt sich aber enttäuscht über die niedrigen Anforderungen der einzelnen Stufen. Mehr…

24.11.2021: Koalitionsvertrag: Verbindliche Haltungskennzeichnung kommt – Umbau der Tierhaltung weiterhin unklar

Die sich bildende Regierungskoalition aus SPD, Bündnis 90/die Grünen und FDP hat den vorläufigen Koalitionsvertrag veröffentlicht. Der wahrscheinlich größte Durchbruch für den Tierschutz ist die im Koalitionsvertrag festgeschriebene verbindliche Tierhaltungskennzeichnung, für die PROVIEH sich seit Jahren einsetzt. Ein klares Bekenntnis zu einem staatlich finanzierten Umbau der Tierhaltung fehlt jedoch gänzlich, obwohl die Lösungsansätze auf dem Tisch liegen. Mehr…

Oktober 2021: Wir zeigen Haltung! Gemeinsame Kampagne mit Naturland

Schweine mit Bürste - Header Wir zeigen Haltung

Gemeinsam mit Naturland haben wir 2021 im Rahmen der Kampagne #wirzeigenHaltung unsere Forderungen noch einmal forciert und an die Politik gerichtet. Wir wurden endlich gehört und haben einen großen Meilenstein erreicht: Die staatliche Tierhaltungskennzeichnung steht im Koalitionsvertrag und soll bereits 2022 eingeführt werden. Enorm hilfreich dabei waren zahlreiche Protest-Briefe unserer Unterstützer:innen, die über unsere gemeinsame Kampagnenseite an die Koalitionäre gesendet wurden. 

Wir zeigen Haltung Logo
Weitere Informationen finden Sie auf unserer gemeinsamen Kampagnen-Website: https://wirsindzukunft.earth/ 

Jetzt ist es Aufgabe der neuen Regierung, die Pläne zur verbindlichen Haltungskennzeichnung ambitioniert umzusetzen. PROVIEH wird den politischen Prozess zur Umsetzung genau beobachten und mit tierschutzfachlicher Beratung und Stellungnahmen, gegebenenfalls aber auch mit öffentlichkeitswirksamen Forderungen auf den politischen Prozess eingehen. Denn die im Koalitionsvertrag niedergeschriebene Ziele sind keine Garantie für die Umsetzung und die genaue Ausgestaltung und Umsetzung der Haltungskennzeichnung sind noch unklar. Von diesen hängen aber in erster Linie das Potenzial für die “Nutz”tiere ab und diese entscheiden auch über Transparenz und Glaubwürdigkeit sowie über den Anreiz zur langfristigen Ausrichtung der Tierhaltung. Erst anhand dieser ausgearbeiteten Kriterien werden Landwirt:innen ihre Höfe umbauen, Molkereien und Schlachtereien ihre Produktionsweisen umstellen. 
 
Im Rahmen unserer Kampagnenarbeit mit Naturland ist das Video “Die Fleischbehandlung” entstanden. Die überspitzte Darstellung, wie die Verkäuferin mit dem jeweiligen Fleisch umgeht, das die Kund:innen bestellen, steht symbolhaft für die Qualität der Tierhaltung. Dabei wird deutlich, wie problematisch die fehlende Haltungskennzeichnung ist. Die einzige Unterscheidungsmöglichkeit besteht für Verbraucher:innen aktuell oft im Preis – denn wie die Tiere gehalten wurden, sieht man dem Fleisch im Supermarkt nicht an.

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28.09.2021: Nächste Bundesregierung muss Umbau der Nutztierhaltung endlich angehen!

#wirzeigenHaltung: Kampagne für eine verpflichtende Haltungskennzeichnung

Gräfelfing/Kiel: Naturland und PROVIEH fordern alle im neuen Bundestag vertretenen Parteien auf, sich für einen Umbau der Nutztierhaltung einzusetzen. „Egal wer nun die neue Bundesregierung bildet, der Umbau der Nutztierhaltung muss im Koalitionsvertrag eine zentrale Rolle einnehmen,“ fordern Naturland Präsident Hubert Heigl und Valerie Maus, Vorstandsvorsitzende von PROVIEH. Mehr….

  • 2020-2021 Mitarbeit in den Arbeitsgruppen des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung für die Kriterien des freiwilligen Labels unter Julia Klöckner  
  • 2019: Gemeinsame Forderung mit Tierschutzbündnis und Greenpeace nach einer verpflichtenden HKZ in der Legislatur bis 2021 
  • Kritischer Agrarbericht: Prämissen und juritische Durchsetzbarkeit der Haltungskennzeichnung. 

Haltung zeigen – Die gesetzlich verbindliche Haltungskennzeichnung

Ein Vorschlag von PROVIEH (von Angela Dinter und Stefanie Pöpken, erschienen im kritischen Agrarbericht 2018)

  • PROVIEH arbeitet in der privaten Initiative für Tierwohl mit, um die Kriterien für das privatwirtschaftliche Tierwohl-Label haltungsform festzulegen. Diese sind aber derart niedrig angesetzt, dass PROVIEH 2019 zähneknirschend aus dem Prozess aussteigen muss. 
  • PROVIEH erarbeitet ein Konzept anhand der KTBL-Kriterien und übergibt es dem damaligen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt 

Stellungnahme von PROVIEH e.V. zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) einer Verordnung zur Verwendung des Tierwohlkennzeichens (Tierwohlkennzeichenverordnung – TierWKV)

Stellungnahme PROVIEH zur TierwohlkennzeichenverordnungHerunterladen

  • 2018 – erste große Kampagne zum verbindlichen Haltungskennzeichen durch PROVIEH 

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