H5N8 im Cloppenburger Raum – das große Keulen und das Versagen des FLI

17.12.2014: Seit dem 16. Dezember 2014 steht fest: Das Vogelgrippe-Virus H5N8 ist auch in Niedersachsen angekommen, genauer, in der Geflügelhochburg im Raum Cloppenburg. Es wird erwartet, dass dort wegen H5N8 130.000 Puten und Hühner getötet werden müssen. Das Tötungskommando hat viel zu tun. Die Vögel werden mit Kohlendioxid vergast und erleiden einen schmerzhaften Tod. Die Geflügelhalter werden durch die niedersächsische Tierseuchenkasse für den Verlust finanziell entschädigt.

Skandal: Schlachtung trächtiger Tiere üblich

17.12.2014: In Deutschland gibt es in den Schlachthöfen bisher keine einheitliche Erfassung der Kühe, die tragend geschlachtet werden. Die Bundesregierung geht jedoch nach einer Umfrage des Friedrich-Löffler-Institutes davon aus, dass 0,3-15 Prozent der geschlachteten Kühe tragend waren, wobei es regional starke Unterschiede gibt. Wenn man von rund zehn Prozent der Tiere ausgeht, werden etwa rund 180.000 Kühe im Jahr in Deutschland tragend geschlachtet.  

Kampagnenrückblick 2014: PROVIEH feiert Durchbruch für intakte Ringelschwänze

15.12.2014: Gut fünf Jahre nach dem Start der Kampagne für intakte Ringelschwänze von PROVIEH im Jahr 2009 rückt der Ausstieg aus dem routinemäßigen Schwanzkupieren in Deutschland und der EU endlich in greifbare Nähe. Die drei Bundesländer mit der größten Schweineerzeugung in Deutschland haben für den Kupierverzicht eine Frist gesetzt: In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sollen die  Ringelschwänze spätestens ab 2017 ganz bleiben.

Intensivtierhaltung von Kaninchen

15.12.2014: Gemäß dem deutschen Tierschutzgesetz muss jeder, der ein Tier hält, „das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.“ Längst haben die Menschen die Bilder aus Kaninchenzucht- und Mastanlagen erreicht. Das es sich um eine moralische Katastrophe handelt und das oben zitierte Tierschutzgesetz mit Füßen getreten wird, liegt auf der Hand. Neben allgemeinen Grundsätzen die für mehr Tierwohl sorgen sollen, sind seit kurzem auch die Zucht und Mast speziell für Kaninchen in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) gesetzlich geregelt. Leider sind die neuen Mindestanforderungen aus Tierschutzsicht immer noch mangelhaft.

Studie zum Anbibiotika-Einsatz in der Putenmast

05.12.2014: Die Zustände in der industriellen Putenmast sind alamierend. Das zeigt die Studie "Evaluierung des Einsatzes von Antibiotika in der Putenmast" des Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV). Demnach werden 93 Prozent aller Puten mit Antibiotika behandelt - unter anderem sogar mit bestimmten Reserveantibiotika, die allein der Humanmedizin vorbehalten sein sollten.

H5N8 – Das FLI muss aufrichtig werden

04.12.2014: Hat Prof. Dr. Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Abschied von seiner Schnapsidee genommen, dass Wildvögel das Virus H5N8 von Südkorea quer durch Asien nach Deutschland und Holland und über Island nach England verschleppt haben könnten? In einem Interview mit dem Nordkurier (dort erschienen am 01.12.2014) war davon jedenfalls nicht mehr die Rede.

H5N8: Über schmutzige Praktiken und schmutzige Phantasien

26.11.2014: Mit sorgenschwerer Mine geben Politiker Auskunft über den Ernst der Lage an der H5N8-Front, und reflexartig nimmt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) von der Insel Riems (bei Rügen) wieder die Wildvögel als gefährliche Überträger des Vogelgrippe-Virus H5N8 ins Visier. Und endlich, im Umkreis von Rügen wurde eine Krickente geschossen, die H5N8 in sich trug.