Coronakrise: PROVIEH fordert Sonderfahrspur für innereuropäische Tiertransporte!

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Pressemitteilung

20.03.2020, Berlin/Brüssel: Viele EU-Mitgliedsländer haben ihre Grenzen wegen des Corona-Virus weitestgehend geschlossen. Der Güterverkehr bleibt jedoch aufrechterhalten. So sind auch Tiertransporte weiterhin möglich. Zur Eindämmung des Virus wurden in mehreren Mitgliedsstaaten Grenzkontrollen eingeführt. Dies führt zu stunden- oder sogar tagelangen Wartezeiten für die Tiere. PROVIEH fordert ein Aussetzen der innereuropäischen Tiertransporte bis gesetzlich vorgeschriebene Transportzeiten wieder gewährleistet werden können. Als Sofortmaßnahme fordert PROVIEH, separate Fahrspuren für Tiertransporte einzurichten.

"An der deutsch-polnischen Grenze stauen sich die LKWs auf einer Länge von bis zu 65 Kilometern. Die langen Wartezeiten, teilweise in praller Sonne, gehen mit enormem Stress und Leid für die Tiere auf den Transporten einher. Wir brauchen schnell eine kurzfristige Lösung, die sofort greift. Wir fordern deshalb dringend separate Fahrspuren für Tiertransporte an allen innereuropäischen Grenzen!“, betont Jasmin Zöllmer, Leiterin Hauptstadtreferat und Politik von PROVIEH.

Die EU-Kommission hat am Montag Sonderfahrspuren für den allgemeinen Gütertransport vorgeschlagen. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner schlug in einer Pressekonferenz am Dienstag vor, Sonderspuren an Grenzübergängen einzurichten, damit wichtige Warenlieferungen und Tiertransporte nicht stundenlang in Staus feststecken.

Dazu sagt Jasmin Zöllmer von PROVIEH: „Die Vorschläge gehen zwar in die Richtung, wir brauchen aber nicht nur Vorschläge, sondern eine sofortige Lösung von der Bundesregierung samt zügiger Umsetzung, damit die Tiere nicht tagelang unter erheblichem Stress in den Transportern stehen oder sogar qualvoll verenden!“

In einem gemeinsamen Brief mit vielen weiteren Tierschutzorganisationen fordert PROVIEH von der EU-Kommission ein Aussetzen der Tiertransporte, da eine zügige Abfertigung an den Grenzen derzeit nicht möglich ist. Bis dahin und als sofortige Maßnahme fordern wir Landwirtschafts-, Innen-, und Verkehrsministerium auf, separate Fahrspuren für Tiertransporte umgehend einzurichten. Es muss jetzt verhindert werden, dass Tiere in Megastaus über Stunden und Tage feststecken.

 

Ansprechpartnerin
Jasmin Zöllmer
Leitung Hauptstadtreferat und Politik
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