Gemeinsames Forderungspapier zur Schließung von Pelztierfarmen



Forderungspapier zur Schließung von Pelztierfarmen zum Schutz der Tiere und der öffentlichen Gesundheit


In Deutschland gibt es zwar keine Pelztierfarmen mehr, grundsätzlich verboten sind sie aber noch nicht. Nachdem kürzlich im benachbarten Ausland COVID-19-Viren bei Pelztieren nachgewiesen werden konnten, wird es endlich Zeit für ein EU-weites Verbot dieser grausamen Haltungsform.

In den Niederlanden, welche neben Dänemark die meisten der Covid-19-Ausbrüche auf Nerzfarmen zu verzeichnen hatte, wird die Situation als so kritisch eingestuft, dass der für 2024 geplante Ausstieg aus der Pelzproduktion auf März 2021 vorgezogen wurde. In Dänemark wurde wegen Ansteckungsfällen mit einer mutierten und gefährlichen Form des Virus die Tötung von 17 Millionen Nerzen angeordnet und ein befristetes Verbot für die Haltung und Züchtung von Nerzen bis Ende 2021 ausgesprochen. Aufgrund uneinheitlicher Teststrategien in den EU-Ländern ist die Gefahr, die von weiteren europäischen Pelzfarmen ausgeht, nicht eindeutig identifizierbar. Berichten zufolge wurden jedoch auch in EU-Ländern wie z.B. Schweden und Griechenland Covid-19-Ausbrüche auf Nerzfarmen vermerkt.

Angesichts des Krankheitsrisikos und der systemimmanenten Tierschutzprobleme auf Pelzfarmen fordern wir das Verbot der Haltung und Zucht von Pelztieren bundesweit und in der EU. Bis zum Inkrafttreten dieses Verbots müssen zudem kurzfristige Maßnahmen zur Minimierung des öffentlichen Gesundheitsrisikos ergriffen werden. Die Haltung, der Transport und Import von Tieren zur Pelzgewinnung muss schnellstmöglich untersagt und eine Registrierung aller Pelzfarmen und regelmäßige Testung des Betriebspersonals eingeführt werden.

In einem gemeinsamen Papier mit anderen Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen fordert PROVIEH die Schließung von Pelzfarmen. Dieses finden Sie hier.

 

 

 

 

 

Foto oben: © Adobe Stock

 


 

PROVIEH-Broschüre Mein Pelz gehört mir (Pelztiere)