Erstmals seit dem Ausstieg zahlreicher Handelsketten aus dem Verkauf von Käfigeiern listet ein Handelndelskonzern Produkte aus, die unter tierquälerischen Bedingungen erzeugt wurden. REWE räumte sämtliches Kaninchenfleisch aus seinen Regalen und Tiefkühltruhen und reagierte damit auf einen Film der Stiftung VIER PFOTEN, der die Zustände in der Kaninchenhaltung aufdeckt.
Wir gratulieren den Handelsriesen (u.a. REWE, Penny, Karstadt-Feinkost) zu diesem konsequenten Schritt. Der von der Stiftung VIER PFOTEN bei REWE vorgelegte Film hat offenbar bei den Verantwortlichen von REWE ein Handeln mit Gewissen ausgelöst, die beharrlichen Proteste zahlreicher Tierschützerinnen und Tierschützer zeigen Erfolg. Mit Filmmaterial machen auch wir PROVIEHs seit über zwei Jahren Verbraucherinnen und Verbraucher auf die katastrophalen Zustände in der industriellen Kaninchenhaltung aufmerksam und rufen zum Boykott dieser Produkte auf.
Gleichzeitig begrüßen wir die Forderung von REWE nach verbindlichen Regelungen zur gewerblichen Haltung von Kaninchen. Neben Tierschutzverbänden üben damit nun offenbar auch Handelskonzerne Druck auf die Bundesregierung aus, endlich Haltungsverordnungen für alle Nutztiere zu erlassen.
Verbraucherinnen und Verbraucher verlangen verstärkt nach Tierschutzstandards auch in der Nutztierhaltung. Ein Verbot der tierquälerischen Käfighaltung von Kaninchen ist überfällig. Diesen Erwartungen müssen die Verordnungen Rechnung tragen und damit die auch im Film gezeigte tierquälerische Käfighaltung der Nager verbieten. Gleichzeitig kann so dem Wunsch der Verbraucher nach Transparenz durch eine Tierschutz-Kennzeichnung Rechnung getragen werden. Diese ist in der EU im Gespräch. Sie darf aber nicht unter dem Deckmantel des Forschungsbedarfs bis zum St.-Nimmerlein-Tag verschoben werden.
Unser Schreiben an REWE finden Sie hier,
das Schreiben an Bundesminister Horst Seehofer hier.
Ein Musterbrief für ein Anschreiben an die anderen großen Handelskonzerne sowie deren Anschriften finden Sie hier.
Was die Handelsunternehmen antworten, finden Sie hier.
Wir bleiben dran! Wer nicht antwortet, wird angemahnt. Und wir werden nachfassen, was die Aussagen betrifft (z.B. möchten wir von coop wissen, ob sie auch keine Produkte mit Eiern aus tierquälerischer Käfighaltung mehr verkaufen).
Machen Sie mit! Üben auch Sie als Verbraucherin und Verbraucher Druck aus und sagen Sie dem Handel, was Sie von Kaninchenfleisch aus tierquälerischer Massentierhaltung halten! Nutzen Sie unseren Brief gerne als Vorlage, aber bringen Sie gerne auch mit eigenen Worten Argumente ein. Schreiben Sie auch Bundesminister Horst Seehofer und fordern Sie eine Haltungsverordnung auch für Kaninchen.
Was die Bundesregierung Enttäuschendes zum Thema Kaninchenhaltung sagt, finden Sie hier