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Aktuelles "Rund ums Tier"
Bundesregierung verharmlost Skandale bei MastkaninchenhaltungDie skandalösen Zustände in der Mastkaninchenhaltung haben auch die Politik auf den Plan gerufen. Undine Kurth (Grüne) und Hans-Michael Goldmann (FDP), tierschutzpolitische Sprecher ihrer Bundestagsfraktionen, fragten die Bundesregierung insbesondere zu von Tierschutzverbänden und dem Handelskonzern REWE geforderten gesetzlichen Regelungen für die Mastkaninchenhaltung. Wie zu erwarten war, plant die Bundesregierung keine Haltungsvorschriften, sondern redet sich mit den allgemeinen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes raus. Mehr erfahren Sie
hier (Download-pdf, 70 KB).
Impressionen vom Schlachthof in München
Am 10. April, gleich nach Ostern, konnte ich in aller Frühe um 6:30 Uhr den Schlachthof
in München besuchen. Eine amtliche Tierärztin war bereit mich herumzuführen, Fragen zu
beantworten und ich erlebte den Antransport, das Abladen und die Schlachtung von etwa 1000 Mastschweinen. Das alles mit anzusehen fiel mir wirklich nicht leicht, aber ich wollte
euch und anderen gerne möglichst genau und unmittelbar darüber berichten.
mehr...
2007: Schwarz-Rot streicht deutscher Bio-Produktion die Unterstützung - neue Einsichten beim DBV
Berlin (Ulrike Höfken) 15-01-2007
Ulrike Höfken, verbraucherpolitische Sprecherin Der Bündnis 90 / Die Grünen im Bundestag reagiert auf Äußerungen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zur Verknappung von Bioprodukten:
2007 beginnt mit einem längst überfälligen Erkenntnisgewinn des DBV und drastischen Kürzungen für die Ökolandwirtschaft: Der Bauernverband warnt vor der Knappheit von Bio-Lebensmitteln und fordert, dass das Angebot an Bio-Produkten heimisch entsprechend der Nachfrage erzeugt werden müsse. Selbst der Bauernverband kann vor dem Boom der Biobranche nicht mehr die Augen verschließen.
Noch auf dem Bauerntag 2005 hatte der Bauernverband die Politik der grünen Agrarwende der damaligen Ministerin Künast als "unwirtschaftlich" und "politische Spielwiese" scharf kritisiert (Rostocker Erklärung). Die Politik des Bauernverbandes hat die Bauern aus ideologischen und parteipolitischen Gründen von der innovativen Bio-Ausrichtung abgehalten.
Dabei zeigen die letzten Jahre, dass die Bio-Branche wirtschaftlich boomt: Nach den Skandalen im letzten Jahr greifen die Verbraucherinnen und Verbraucher verstärkt zu tier- und umweltgerecht erzeugten Produkten: Allein 2005 ist der Gesamtumsatz des Biomarktes um 11 Prozent gestiegen. Die ökologisch bewirtschaftete Fläche ist dagegen nur um 5 Prozent gestiegen.
Die Politik der großen Koalition behindert den Ökolandbau und führt zum Zusammenbruch der bisherigen Entwicklung: Ab 2007 müssen Öko-Betriebe auf bis zu 40 Prozent ihrer Förderung verzichten. Sämtliche Förderansätze für den Ökolandbau werden gekürzt. Besonders zerstörerisch für die deutschen Bauern wirken die von Frau Merkel auf EU-Ebene beschlossenen Kürzungen von jährlich rund 700 Millionen Euro für Deutschland. Zudem kürzt die Bundesregierung die GAK (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz) um 50 Millionen Euro. Die Bundesländer folgen diesem Beispiel und kürzen ebenfalls die Prämien für den Ökolandbau. Das bedeutet, dass Betriebe nicht mehr auf Ökolandbau umstellen, obwohl die Nachfrage nach ökologischen Produkten wie Schweinefleisch und Kartoffeln aus deutscher Produktion nicht gedeckt werden kann. Der Markt wird allein dem Import überlassen.
Jahrelang hat der Bauernverband in harmonischem Einklang mit der Union, die Förderung des Ökolandbaus torpediert. Jahrelang stand die Politik des Bauernverbandes für eine Politik der alten Zöpfe. Ein altes Sprichwort "Einsicht ist der erste Weg zur Besserung" bewahrheitet sich vielleicht.
Wir fordern: Voller Ausgleich für die Kürzung der Fördermittel für die umweltgerechte Landwirtschaft und die 2. Säule sowie die Beibehaltung und Verbesserungder Öko-Förderung in Bund und Ländern.
Quelle: http://www.meat-n-more.info
Bundestagsdebatte zum Thema Tierschutz
Am vergangenen Freitag, den 15.12.2006, fand auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen erstmals in der Kernzeit eine Debatte zum Thema Tierschutz statt.
Lesen Sie im Vorabprotokoll, wie die CDU/CSU ihre Maske fallen lässt und der breiten Öffentlichkeit zeigt, dass Tierschutz von der Union nicht ernst genommen wird. Selbst der Koalitionspartner verweigerte den (üblichen) Applaus.
Lesen Sie nach, dass offenbar nur Grüne und Linke.PDS sowie mit vielen Fragezeichen die FDP an Tierschutz, aber auch an Transparenz und Verbraucherinformation Interesse haben, die Großkoalitionäre jedoch offenbar nicht. Bemerken Sie, wie die SPD die Klippe Normenkontrollklage ihres Vorsitzenden, des rheinland-pfälzischen Ministerpräsideten Kurt Beck, umschifft und auf ihr Umfallen bei der Käfighaltung - Zustimmung zum Verbot als Koalitionspartner der Grünen, Rücknahme des Verbots als Koalitionspartner der Union - nicht eingeht. Erfahren Sie zudem, was Tierschutz und Politikverdrossenheit miteinander zu tun haben.
Das Vorab-Protokoll finden Sie hier (Download-pdf, 550 KB).
Tierversuche - EU-Umfrage
Nicht nur Abermillionen Nutztiere lassen in Deutschland jährlich für uns ihr Leben, das sie zuvor unter artwidrigen Bedingungen geführt haben. Auch rund 2,5 Millionen Versuchstiere starben zum vermeintlichen Nutzen der Menschen. Obwohl der Kampf gegen Tierversuche nicht die Kernarbeit von PROVIEH darstellt, haben wir auf die EU-Umfrage zu Tierversuchen hingewiesen und beobachten das Ergebnis und seine Umsetzung von unserem Büro in Brüssel aus. Ein paar nüchterne Zahlen zu Tierversuchen möchten wir Ihnen gerne vorstellen und gleichzeitig daran erinnern, dass sich hinter jeder Zahl schmerzempfindliche Lebewesen verbergen. mehr...
© DIE ZEIT, 29.06.2006: Das optimierte Tier
Noch nie wurde die Industrialisierung eines Lebewesens so weit getrieben wie beim Hähnchen. Es liefert das Massenfleisch für die Welt mehr...
"Gitter statt Wasser - Tierschutzprobleme bei der intensiven Haltung von Moschusenten"
Artikel von Maren Bulheller, PROVIEH-VgtM e.V., Fachreferentin Nutztiere, über die Problematik der Entenhaltung im Kritischen Agrarbericht 2006
Pdf-Datei, 42 kB
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