In großen Schritten zur „verpflichtenden Haltungskennzeichnung“

PROVIEH überreicht Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt das „Praxismodell zur Einführung und Umsetzung der verpflichtenden Haltungskennzeichnung“ bei milch- und fleischliefernden Nutztieren.

Eine vor kurzem veröffentlichte FORSA-Studie hat es gezeigt: 79 Prozent der Bundesbürger befürworten eine verpflichtende Haltungskennzeichnung bei Fleischprodukten.

„Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt verzögert mit dem staatlichen Tierschutzlabel eine flächendeckende Kennzeichnung der Tierhaltungsformen. Ein wirksames Instrument zur Verbraucheraufklärung kann nur die verpflichtende Haltungskennzeichnung sein“, sagt Professor Dr. Sievert Lorenzen, erster Vorsitzender von PROVIEH.

PROVIEH hat als einziger Verband einen Vorschlag zur Kennzeichnung von Fleisch und Milch erarbeitet.

Die Grundlage bildet der „Nationale Bewertungsrahmen“ des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL). Über 50 VertreterInnen aus Wissenschaft, Forschung und alternativen Anbauverbänden haben mehr als 100 Haltungsformen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung nach Tierverhalten und Tiergesundheit bewertet. Daraus kann leicht eine Einteilung in die Haltungsstufen 1 bis 3 vorgenommen werden. Die Stufe 0 steht hierbei, wie beim Bio-Ei, für den ökologischen Landbau und die damit zu erfüllenden Auflagen der EG-Ökoverordnung.

„Der Haltungskennzeichnung steht eigentlich nichts im Weg, außer Minister Schmidt und sein Festhalten am staatlichen Tierwohllabel“, resümiert Professor Dr. Lorenzen.

30.01.2017

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